Design Podcast

Was bedeutet Augmented und Virtuell Reality für Webdesigner?

Augmented Reality und Virtual Reality ist die Zukunft, ob wir es wollen oder nicht.

Willst du weiterhin erfolgreich als Designer arbeiten und vorne mitmischen? Dann musst du schon jetzt anfangen, dich mit diesen Themen zu beschäftigen.

Dieser Motivations-Artikel ist mein erster persönlicher Eindruck von diesem neuen Medium. Ich beschreibe, wie wir uns als Webdesigner in Zukunft anpassen müssen und was meiner Meinung nach für uns wichtig wird.

Es ist keine Anleitung, wie du dein erstes Design Layout für Virtual Reality baust (das weiß ich selbst noch nicht). Es ist eine Sicht auf den Stand der Dinge und dem, was schon bald auf uns zukommen wird.

Du kannst selbst entscheiden, ob du dazu gehören willst oder welche Rolle du darin spielst. Aber die Technik-Industrie wird nicht auf dich warten und diese neuen Medien sind die Zukunft.

Es liegt an dir, ab wann du dich damit beschäftigst. Aber ich rate dir, starte am besten jetzt.

Wie verändern sich die Medien, die wir benutzen?

Als ich mir vor kurzem den Jahresrückblick von Google angesehen habe, kam mir die Idee, doch mal "Webdesign" in das Suchfeld einzugeben und mir den Suchtrend der vergangenen fünf Jahren anzuschauen. Raus kam dann folgende Kurve:

Trend Kurve Webdesign Google Suchanfrage seit 2012
Google Suchanfragen für "Webdesign" von 2012 bis Oktober 2016

Zu sehen ist eine Linie, die seit fünf Jahren deutlich abfällt, was bedeutet, dass dieses Suchwort immer weniger eingegeben wird.

Macht mir das Angst? Ein bisschen. Ich selbst arbeite als Webdesigner und diese Kurve zeigt mir ein Stück weit, dass ich auf einem abfallenden Ast stehe. Aber ich weiß, dass sich Webdesign nicht einfach so in Luft auflösen wird, es wird nur in eine neue Richtung gehen.

Sehen wir uns im Vergleich mal den Trend für die Suchanfrage zu "Virtual Reality" an:

Google Suchanfragen für Virtual Reality seit 2012
Google Suchanfragen für "Virtual Reality" von 2012 bis Oktober 2016

Zu sehen ist ein steiler Anstieg seit dem Jahr 2016, der vermutlich auch noch weiter nach oben gehen wird. Und was sagt uns das?

Virtual und Augmented Reality ist die Zukunft

Es spielt erstmal keine Rolle, was von beiden in den nächsten Jahren dominanter sein wird. Für mich sind beide als ein neues Medium zu sehen, an das wir uns anpassen müssen.

Virtual Reality ist die Zukunft, ob wir es wollen oder nicht. Und wir können nichts dagegen tun. Es wird ganz sicher kommen und es liegt an dir, wie viel Beachtung du diesem Medium schon früh genug schenkst.

Um in diese Technik eintauchen zu können, müssen wir heute noch dicke hässliche Brillen tragen. Aber schon bald sind sie kaum noch sichtbar und nur noch ein Werkzeug, dass uns mit diesem Medium verbindet.

Denk einfach an das Smartphone, dass du jeden Tag mit dir rumträgst. Als Apple 2007 das erste iPhone auf den Markt brachte, war es vergleichsweise auch noch langsam und schwer. Und heute? Nur 10 Jahre später (!) tragen wir kleine super high end Computer in unseren Hosentaschen. Es ist einfach Wahnsinn, wie schnell sich diese Geräte verbessern.

IBM Computer und iPhone 7
Bis in die 90er war es noch nicht normal, einen eigenen Computer zu besitzen. Heute ist es Standard. Vergleich: Der erste IBM Personal Computer (1981) und das viel leistungsstärkere Smartphone, das wir heute in unserer Hosentasche tragen.

Technik entwickelt sich so schnell und wenn wir uns nicht früh genug anpassen, werden wir einfach überrannt.
Glücklicherweise dürfen wir zurzeit miterleben, wie die Technikindustrie einen großen Schritt nach dem anderen macht. Eine wahnsinnig spannende Zeit und ich bin sehr froh, dabei zu sein. Virtual und Augmented Reality ist gerade einfach nur ein weiterer Schritt in die Zukunft, die wir sonst nur aus Filmen kennen.

Für Designer kreiert Virtual Reality eine komplett neue Welt auf der wir gestalten können

Veränderungen bringen auch neue Möglichkeiten mit sich und wir müssen selbst entscheiden, welche Rolle wir darin spielen.

Wenn du auch in Zukunft erfolgreich sein willst und weiterhin coole Projekte gestalten möchtest, dann musst du dich mit diesem Medium auseinandersetzen. Es führt kein Weg daran vorbei.

Jeder muss selbst schauen, welchen Part er dabei ausfüllen möchte. Aber je früher du dich damit beschäftigst, desto mehr wirst du davon profitieren.

Du hast es in der Hand, ob du in fünf Jahren mit dabei sein wirst, oder nicht.

Bisher kenne ich persönlich noch keinen einzigen Designer, der ausschließlich Virtual Reality Projekte macht. In fünf Jahren sieht das ganz sicher anders aus. Schon jetzt beschäftigen sich viele mit diesem Thema und es ist nur eine Frage der Zeit, bis Designer anfangen, Virtual Reality in ihr Portfolio zu schreiben. Und dann sind diese Designer diejenigen, die zuerst gebucht werden.

Erfahrung und Wissen ist das A und O. Momentan stehen wir alle noch auf einem relativ gleichen Level, aber schon bald grenzen sich viele Designer davon ab und werden ganz einfach besser sein als du.

Wie verändern sich die Anforderungen von Kunden?

Wollen Kunden wirklich eine Website optimiert für Virtual Reality? Das hört sich jetzt noch komisch an, aber sobald die Konkurrenz mitmacht, wollen alle am gleichen Strang ziehen. Es wird früher oder später dazugehören, genauso wie Responsive Design sich nach und nach durchgesetzt hat. Und wer baut jetzt noch eine Website, ohne diese direkt auch für Tablets und Smartphones zu optimieren?

Kunden folgen einem Trend. Sie schauen auf ihre Zielgruppe und sehen, welches Medium sie benutzen und da müssen sie ganz einfach hin.

Designer müssen lernen, professionell zu präsentieren

Deine Kundenpräsentation wird in ein paar Jahren vielleicht nicht mehr nur ein Bildschirm sein, den du mit jemandem teilst. Und auch Videoübertragungen werden nicht mehr nur ausschließlich dein Gesicht zeigen. Es wird anders.

Von wo aus wir arbeiten und wo der Kunde sitzt, spielt schon lange keine Rolle mehr. Alles wird über das Internet kommuniziert und das sogar ziemlich gut. Aber was ist der nächste Schritt?

Du musst lernen, dich besser zu verkaufen, denn was passiert, wenn plötzlich der Kunde eine VR-Brille anzieht und dich anruft? Er landet direkt neben dir am Schreibtisch. Und deine Präsentation wird sich nicht mehr nur auf deine Stimme begrenzen. Vermutlich ist es möglich, mitten in einem Meetingraum zu stehen, irgendwo, wo wir noch nie zuvor waren. Und die zehn Personen, die vor dir am Tisch sitzen, bemerken alles. Einfach genau so, wie wenn du in echt da wärst. Jede Bewegung und alles was du machst, wird beobachtet und aufgenommen. Wenn du bisher Schwierigkeiten hattest, etwas zu präsentieren oder ein Projekt vorzustellen, dann solltest du dich besser daran gewöhnen. Denn das ist die Zukunft und wir bewegen uns direkt darauf zu.

Es hilft nichts, sich zu verstecken. Wir müssen lernen, uns auch vor der Kamera gut zu verkaufen um einen sicheren Eindruck zu machen. Nur so schaffen wir es, frühzeitig mit diesen Medien umzugehen.

Für viele ist das noch ein ungewohntes Spielfeld, aber ich empfehle jedem, der auch in Zukunft erfolgreich mit Kunden arbeiten will, schon jetzt damit anzufangen. Jedes YouTube Video, jede Skype-Konferenz und jede Instagram Story Video-Übertragung ist ein Training, für das, was mit Virtual und Augmented Reality kommen wird.

Mit Virtual und Augmented Reality arbeiten

Nicht nur die Kommunikation wird in Zukunft anders sein. Auch unsere Art zu arbeiten verändert sich.

Wir planen und gestalten zusammen und in Echtzeit mit mehreren Personen. Aus meiner Sicht wird die Zusammenarbeit wieder mehr eine Rolle spielen. Auch wenn ich jetzt keine Mitarbeiter habe, kann es sein, dass ich in ein paar Jahren Leute einstelle, die nicht in meinem Büro sitzen, aber zusammen mit mir live an einem Projekt arbeiten. Schneller, effizienter und mit neuen Spielregeln.

Momentan kann ich meine beste Leistung abrufen, wenn ich fokussiert arbeite und das geht nur, wenn ich ohne Ablenkung und alleine an meinem Schreibtisch sitze. Für mich ist es also schwerer, zusammen mit anderen Kreativen in Echtzeit zu gestalten. Aber genau das kann ich lernen, indem ich es öfter praktiziere. Ich muss anfangen, meinen Design-Prozess aufzunehmen und nebenher meine Gedanken laut vortragen.

Vor kurzem saß ich mit einem befreundeten Designer in einem Cafe und wir fingen an über das Thema Virtual Reality zu reden. Er hatte sich schon mehr damit beschäftigt, als ich es bis jetzt getan habe und er meinte, dass es gar nicht so einfach sei, mit den Werkzeugen, die es momentan gibt, etwas für VR oder AR zu gestalten.

Zudem braucht man mehr Rechenkapazitäten, als der Durchschnitt vermutlich zu Hause hat. Aber ich kann es nur nochmal wiederholen: Die Technik verändert sich so rasend schnell, dass wir das, was wir heute noch als ein Hindernis sehen, für uns schon bald kein Problem mehr ist. Die Ausrede, dass das Werkzeug und die Umstände es noch nicht erlauben, in einer bestimmten Richtung zu arbeiten, heißt nicht, dass man sich nicht mit diesem Medium beschäftigen kann.

Wie bei deiner Arbeit momentan auch, geht es nicht nur um das Handwerk. Es geht um die Erfahrung. Und es gibt schon tausende Artikel, die sich mit den Themen Design und Virtual Reality auseinander gesetzt haben. Fang einfach an alles zu konsumieren und dich in das Thema reinzulesen.

Der erste Schritt kann trotzdem mit deinem Design-Tool gemacht werden (ich arbeite mit Sketch). Mach ein Foto von deinem Wohnzimmer, lade es in dein Programm und fang an, ein Layout zu gestalten, das nicht für den Bildschirm gemacht ist, sondern im Raum schwebt.
Wie unterscheidet sich dieses von den gewohnten Design Kenntnissen? Müssen wir andere Farben verwenden, oder größere Typografie einsetzen? Wie sehen Button und UI-Elemente aus? Experimentier mit dem was du hast und recherchier so viel du kannst.

Ressourcen und Inspiration: http://facebook.design/vr

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